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Bitmania
quarkbeutel
2014-01-12 17:12
Intel 82855GME unter Windows 7
quarkbeutel 2014-01-12 17:12 ^ 311

Posts: 7
Pages: 5
Registered: 2010-09-20
etliche Notebooks verschiedener Hersteller, z.B. IBM ude FSC haben in ihren Notebooks den Intelchipsatz 82855GME verbaut - dieser läuft zwar unter Windows XP und so ziemlich allen Linuxen einwandfrei, aber er ist NICHT Windows 7 kompatibel...

was ja an sich schon ein ziemlicher Hammer ist, denn diese Notebooks sind grösstenteils kein billiger Elektronikmarktschrott, sondern schon etwas teurere "Business-Geräte"...

Also ich habe das mal an einem FSC Lifebook E8010D angetestet. Grundsätzlich lässt sich Windows 7 da schonmal installieren, allerdings alles mit Standart-Treibern von W7.

Im Netz habe ich bei "www.treiberupdate.de" schonmal passende Chipsatztreiber gefunden und installiert - ALLE TREIBER MANUELL AUSWÄHLEN UND INSTALLIEREN!
Nur der VGA-Treiber ist irgendwie nicht dabei gewesen....
Nimmt man nun den Win.XP-Treiber und installiert den (nicht die setup.exe!, sondern manuell), so wird der zwar eingebunden, ist aber nach dem Reboot wieder weg und das Gerät läuft mit dem Standart-VGA-Treiber, der aber nur eine Auflösung von 1280x1024 macht und beim verschieben eines Fensters ruckelt :-(

Es gibt aber einen Trick....

Man nehme ein X-beliebiges Linux-Live-System, weil man eine Systemdatei "bearbeiten" muss. Man könnte das auch unter Windows, nur abgesichert hochfahren, Rechte verändern usw - das spart man sich damit...

Also, Linux gebootet und dann im Ordner: c:\\windows\\system32\\driver die Datei vgapnp.sys mit irgendeinem Editor öffnen.
Inhalt ist "MZ" und ein kryptisches Zeichen - davor ein "x" machen und speichern - Reboot ins W7
und dann von dem XP-Treiber aus dem W2000-Verzeichnis (vorrausgesetzt, das liegt auf dem Rechner-download bei FSC) den Grafikchip manuell installieren.

Dann folgt der obligatorische Reboot, aber wieder mit der Linux-Live-CD und die Veränderung der Datei von vorhin rückgängig machen. Erneuter Reboot ins W7 und siehe da - der Treiber ist erhalten geblieben und bringt auch die Auflösung von 1400x1050 smiley

Am Ende sieht der Gerätemanager aus, wie er aussehen sollte:





Soviel zum Thema "nicht Windows 7 kompatibel", oder man solle sich neue Hardware kaufen - wie in den einschlägigen Windows-Foren einhellig empfohlen wird....
Wer mehr kann, als auf die "setup.exe" klicken bekommt das schon hin smiley

Komischerweise hat der mir dann aber den USB-Treiber, "zerschossen", was aber kein Problem war, einfach den Treiber erneut manuell installieren und fertig

Alchemy 2014-02-06 11:39 ^ 312

Posts: 24
Pages: 7
Registered: 2011-01-01
Erstmal danke für den \"Hack\", das sollte vielen Leuten Helfen.

Nebenbei solltest Du bedenken, das M$ ein Amerikanischer Profit-orientierter Konzern ist, der sich nur darum kümmert das sein Produkt schnell auf den Markt kommt, um es Gewinnbringend zu verkaufen.

So \"Kleinigkeiten\" die du da aufführst, damit beschäftigen die sich nicht, und es gibt auch kein ABER... dabei.

Der Großteil der Computer Nutzer sind unbedarfte Konsumenten, diese sind in der Größenordnung von mehreren Hundert Millionen die Windows 7 nutzen, wenn also mehrere Hundert, oder gar mehrere tausend Notebookbesitzer mit Intel 82855GME, Windows 7 drauf haben wollen und es geht nicht, dann ist dieser Nutzerkreis für M$ nicht relevant.

Auch hier gibt es kein ABER... egal wie Wütend man dabei ist.

Wer Windows 7 haben will kauft sich denn passenden Rechner dazu, oder eben nicht, das ist der Usus in einer Kapitalistisch Orientierter Industriekultur.

PS:
Für mich ist Win7 auch nur ein XP mit Service Pack 4, aber ich muss mir Win7 doch kaufen, obwohl ich mit WinXP immer noch prima klar komme, und Win7 nicht unbedingt brauche.

PPS: Da man also nichts machen kann gibt es nur ein Motto: Nicht Aufregen, Cooler werden. smiley


quarkbeutel 2014-02-07 19:01 ^ 313

Posts: 7
Pages: 5
Registered: 2010-09-20
tja....

das mit dem treiber ist aber net mal unbedingt M$ anzulasten, denn treiber sind erstmal sache des hardwareherstellers...

M$ bringt ja die standart-treiber mit, damit funktioniert das system ja erstmal, wenn auch nur notdürftig, bzw. ohne performance....

intel ist aber nicht daran interessiert, seine alten chipsätze weiter für neuere systeme nutzbar zu machen - und das ist die krux an der sache....
denn das notebook läuft unter w7 selbst mit nur 1gb ram verdammt gut ;-)

es ist mir aber auch unverständlich, warum jedes popelige linux-system die passenden treiber mitbringt, oder selbstständig nachlädt, einbindet, aber das unter windoof einfach net machbar sein soll - denn es geht ja letztlich doch....