Login
Register
Forum
Kontakt
Bitmania
2017-10-03 13:22
by master32
Yamaha CA-800 II Vintage Amp
Hifi Vintage Klassiker der allerfeinsten Sorte.

Jetzt geht es um einen Yamaha Vollverstärker den ich vor 10 Jahren gekauft habe.
Der Preis war niedrig, dafür der Zustand eher mäßig.

Ein Yamaha CA 800 II Class A Vollverstärker.

Nach grosser Reinigung aller Potis und des Chassis und prüfung der Betriebsspannungen
verabschiedete sich ein Längsregler im Netzteil.

Was ich bis heute nicht verstehe, warum man gerade bei Japan Geräten enorme Leistung auf eigendlich
viel zu kleinen Transistoren und das noch mit minimal Kühlblechfahne verbrät.
Viele Netzteile sind auf die Quetschkante konstruiert.

OK nachdem der Fehler beseitigt war kam das eigendliche Problem, welches mir auch beim Kauf mitgeteilt wurde.
Das Lautstärkepoti. Leider irreparabel in 4 ebenen mit Doppelmittelabgriff und integriertem Balance Regler als Hohlwelle.

Naja. Ernüchterung. Um ein Schlachtgerät habe ich mich nicht gekümmert .
Doch plötzlich fand ich einen Hifi Restaurator der vollmundig versprach er habe viele alte Ersatzteile von Yamaha.
Schliesslich sei er Jahrzehntelang Yamaha Fachwerkstatt gewesen.

Also habe ich voller Freude das Gerät zu ihm geschickt. Nach ein Paar Tagen bekam ich das Gerät zurück mit beiliegender Rechnung
und kurzer Notitz. Die Reparatur sei missglückt er habe kein passendes Poti gehabt und er habe das Alte soweit gangbar gemacht.
Dazu wurde die Welle verbogen, der Balancering aufgefeilt, Der Lautstärkeknopf in den Schraubstock gespannt inklusive Spannmacken.
Als Krönung wurde eine Bohrung für eine Madenschraube gebohrt die einen selbstgebastelten Kunstoffadapterring halten sollte.

Und das ganze für 150 Euro Plus Versand. Um diesen Preis doch irgendwie zu Rechtfertigen für diese vergurkte Verschlimmbesserung
schrieb man noch auf die Rechnung Extreme Reinigungsarbeiten , Kneipengerät?

Klar, nachdem ich ich es ja schon gereinigt hatte .

Jetzt kommen wir zur Wahrheit wie es in der Realität abgelaufen ist.

Er hatte niemals ein passendes Poti und wollte von Anfang an etwas "Umbauen" dazu suchte er sich etwas ähnliches und popelte
schon die Ringe und Knöpfe auf, um am Ende Festzustellen das es technisch mit dem 4 Ebenen Poti mit doppelmittelabgriff und Balance Regler
technisch unmöglich ist etwas brauchbares zu basteln. Somit musste alles wieder Rückgebaut werden , was ja jetzt nicht mehr ging.

Wie gesagt 150 Mäuse. ;-)

Danach habe ich das Teil Jahre in den Schrank gestellt, aber nie ein Ersatzpoti ergattern können.
Sehr schade denn die Preise für diesen Apparat sind EXTREM angestiegen.

Heute war es dann wieder mal soweit das ich ihn in Betrieb genommen habe und alles mögliche daran überprüft habe.
ZB wären da die Netzteilspannungen , Ruheströme in diversen Betriebsmodi und ausgetrocknete Elkos im Klangregelnetzwerk,
die mittlerweile zu Rauschengeln mutiert sind.

Im gleichen Atemzug habe ich die Wärmeleitpaste die auch nur noch bröselte erneuert.
Alles in allem ein schönes Gerät technsich fast gesund bis auf das Poti.

Reiner Klasse A Betrieb 2 x 20 Watt an 8 Ohm und ein Übersprechabstand von 110 db sprechen für sich.
Und das im Jahre 1975. So schön aufgebaut fast Kompromisslos wird heute nur noch selten (auch bei Neugeräten) angeboten.
Falls ja dann weit im 4 stelligem Euro bereich.

Ein paar Bilder habe ich noch geknipst die ich nicht vorenthalten möchte.

Einige technische Daten und wichtige anmerkungen wären noch offen:

Continous Power both Channels driven 70Watt 8 Ohm 1 Khz 0,05% Distortion

Continous Power both Channels driveb 20Watt 8 Ohm 1 Khz 0,01% Distortion

Frequenzgang 5 Hz bis 100Khz

Endstufe im Gegentakt Prinzip mit + - 50 Volt symetrische Spannungsversorgung.

Der Ruhestrom im A Operation beträgt 1,1 Amp.

Die Kühlbleche werden im A Betrieb 80 Grad heiss.







Vor und Endstufe auftrennbar , direkt Eingang auf die Endstufe 110 db Kanaltrennung.