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Bitmania
2015-11-14 20:12
by bitman
USART per RS485 Verlängerung
RFM12 Network

Die Anbindung der RFM12 Node im Dachgeschoss an den Server im Keller habe ich nun per RS485 umgesetzt. Die Versuche mit einer USB-Verlängerung waren nicht sehr stabil.

RS485 ist dagegen sehr stabil was längere Leitungslängen angeht. Es wird eine 2V Differenz bei einer logischen 1 auf einer Zweidrahtverbindung erzeugt. Bei einer logischen 0 gibt es keine Spannung.




Bis zu 1.5 Km sollen möglich sein. Meine 20m sollten da also kein Problem darstellen.

Per RS485 kann ein Master auf dem Zweidraht-Bus an bis zu 32 Slaves schicken.
Dieses Feature brauche ich nicht, da ich nur eine Zweipunkt-Verbindung umsetzen möchte. Dabei müsste auch noch beachtet werden das nicht zwei Stellen gleichzeitig senden. Das ist für meine schlichte USART-Verlängerung unnötig.

Ich verwende daher die Fullduplex Vierdraht Anbindungsvariante. So gibt es für jede Richtung eine Doppelader.
Als RS485 Treiber verwende ich den MAX490 in dieser Konfiguration:




Die Schaltung:



und das Layout in 600DPI, falls es jemand nachbauen möchte:



Ich habe extra Jumper vorgesehen, mit denen man ein Modul in eine Variante A oder B umstecken kann. Hintergrund ist das der TX des einen mit dem RX des anderen verbunden werden muss (und nicht etwa TX mit TX, und RX mit RX)




Die RJ Buchsen sind diese hier von Pollin:
Modular-Einbaubuchse ECON MEB8/8P, 8P8C
Bestell-Nr: 541 840

Die Endwiderstände habe ich nicht bestücken müssen, da die Kommunikation schon so problemlos lief. Sie sind aber auf der Platine vorgesehen und können nachbestückt werden.

Im Testaufbau sieht das dann so aus:



Die Spannungversorgung der entfernten Seite erfolgt ebenfalls über das Kabel (GND / +5V)

Und hier wie ich es letztlich aus dem Keller ins Dachgeschoß hoch gepatcht habe:



Das ganze läuft nun soweit stabil und die Aktion hat sich gelohnt.