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Bitmania
2015-10-31 14:36
by bitman
Labornetzgerät APS 3005D
Bei meinem großen Labordoppelnetzgerät fehlte mir irgendwie eine Möglichkeit die Spannung oder den Strom jeweils grob und fein einzustellen. Also hab ich mir überhastet ein kleineres Labornetzteil gekauft. 30V 5A, soweit so gut, für meine Zwecke ausreichend, dachte ich
Kostenpunkt 51,14€ inkl. Versand




Nach dem ersten Einschalten dann das große Erwachen, billig ist doppelt gekauft...,
weis ich ja alles.
Also, das Teil macht einen dermaßen Lärm mit seinem eingebauten Lüfter, das man es eigentlich gar nicht in die Bastelstube stellen mag smiley

Also erstmal unter die Haube geschaut:




Da ist er also der Krachmacher, ein 80mm Lüfter mit 24V Betriebspannung.







Insgesamt ist das Netzgerät nicht ordentlich zusammengebaut. Am Netzschalter ist zwar Schrumpfschlauch an den Kabel die Netzspannung führen, aber der wurde nicht geschrumpft!
Okay dass kann man ja rasch nachholen




Die Kabel an den Leistungstransistoren 2N3055 lösen sich auch schon beim Antippen,






also ist auch Nachlöten angesagt, dabei gleich noch etwas Schrumpfschlauch draufgemacht.






So ist alles erstmal schick, aber immer noch sehr laut.
Gegen den Krach muss man doch was gegen machen können.

Eine kurze Netzrecherche nach einem Temperaturregelung bringt diesen Schaltung zutage: http://members.financial.com/~schmaus/luefter/

Die Teile hab ich sogar da.

Um die Temperatur-Regelung bauen zu können ist es am besten Temperaturen messen zu können und zwar ziemlich punktgenau. Da fällt mir der DS18B20 ein, den ich hier noch rumliegen habe. Leider hatte ich ihn noch nicht in meinem RFM12 Netzwerk-Node verfügbar. Also hab ich ihn bei der Gelegenheit erstmal rudimentär eingebaut, das er zyklisch Messwerte über die serielle Schnittstelle rausgibt. Das kann ich dann direkt ablesen und auch in eine RRD Datenbank schreiben.

Erstmal provisorisch draufpappen den Sensor:





Ich hab dann den Lüfter mal lahmgelegt und gemessen wie sich die Temperaturen so entwickeln. Der 2N3055 verträgt bis 200°C, also kann man da erstmal entspannt rangehen:

250mA 39°C
500mA 49°C
1000mA 66°C
2000mA 82°C

Der Lüfter macht also schon Sinn

Also hab ich die Regelschaltung mal auf einem Steckbrett aufgebaut und etwas mit den Werten gespielt. Ich hab ja andere Spannungen und Transistoren.




ich bin dann auf diese Schaltung gekommen:




und hab sie dann auf Veroboard aufgebaut







Das Ganze wird mit auf den Kühlkörper geschraubt...




wo ist eigentlich eine Glimmerscheibe wenn man eine braucht, Egal dann tut es halt Backpapier smiley

Den NTC habe ich zentral mit auf den Kühlkörper geschraubt, Der DS18B20 (oben mit dem weissen Kabel) ist nur zu meinem Messezwecken da und kommt später wieder weg.


Zeit zum Messen:

Zeitlicher Verlauf der Temperatur. Netzteilstrom auf 1A eingestellt.
Man sieht wie die Temperatur direkt hochgeht, bis dann der Lüfter einschaltet, bei ca 42°C. Kühlt direkt runter und bleibt dann mit dem Lüfter langsam drehend bei ca 39°C
Nach einigen Minuten habe ich wieder abgeschaltet und die Temperatur geht runter






Das gleiche mt einem Strom von 2.5A, da komme ich an die 50°C






So kann ich das Netzteil erstmal benutzen und brauche es nicht zurück zu schicken.
Unter 1A ist es nun schön leise