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Bitmania
2011-12-22 18:10
by crasbe
Röhrenverstärker mit der kleinen PL81
PL81 Roehrenamp

In diesem Bericht wird der fertige Röhrenverstäker mit der kleinen
Elektronenröhre PL81 beschrieben. Weshalb es keine Fotos von der
Bauphase gibt? Nunja! Ich war zu faul, und meine Kamera frisst
Batterien wie ein Kurzschluss... Hier steht mehr. [/artikelbeschreibung]



Hallo!

Es ist mal wieder so weit! Ich schreibe einen neuen Bericht.

Diesesmal geht es um den Röhrenverstärker, den ich schon vor geraumer
Zeit angefangen habe, und dann immer wieder hab Staub ansetzen lassen.



Als erstes kommt mal ein Bild vom Gesamteindruck:




Das ist nun das, was nach ein paar Monaten Arbeit herausgekommen ist.
Angefangen hat es, wie so vieles, als ich auf der Seite von Burkhard Kainka gesurft bin.
Dann stieß ich auf das Projekt mit dem Röhrenverstärker und der PL504 respektive EL504.
Ich habe selbst eine PL504, allerdings sind die alles andere als billig, es gibt kaum Sockel dafür, und die PL81 war grad bei Pollin inklusive passenden Sockeln im Sortiment.
Also flux ein paar von den Wunderkölbchen bestellt, und den Rest bei Reichelt zusammengesucht.
Bei Pollin hab ich außerdem noch die ganzen Trafos bestellt, die sowohl für die Stromversorgung als auch für die Ausgangspberträger dienen sollten, aber dazu später mehr.

Ich hatte erst geplant, den Röhrenverstärker in einer Eurobox von Reichelt aufzubauen (:D), diese erwies sich aber als viel zu klein für 8 Trafos, eine dicke Delonschaltung, 4 Röhren und noch Krimskrams.
Also musste etwas anderes her, und da fiel mit grad etwas Holz in die Hand. Das ist das erste Projekt gewesen, für das ich die Stichsäge in die Hand genommen hab, und dementsprechend unregelmäßig waren die Hölzer dann auch.
Dazu hatte ich dann noch einen Denkfehler, und durfte nochmal ca 1cm abschneiden, was die Sache mit der Genauigkeit auch nicht gerade verbesserte.
Ich hab dann viel geschliffen, gefeilt und gehobelt, bis es dann einigermaßen gepasst hat, und ich das Gehäuse professionell mit Heißkleber zusammengeklebt habe.
Dann kamen alle Trafos rein, und ich habe viele Stunden damit verbracht, die ganze Geschichte zu verkabeln.
Ich hab dann einfach mal frei nach Schaltplan Gitter 2 auf Anodenspannung gelgt, Strom ran, und... nichts.
Kein Ton kam aus der Kiste.
ZACK! Das erste Mal in die Ecke damit.

Irgendwann hab ich dann wieder angefangen, daran rumzuexperimentieren, und hab dann, wieder nach Schaltplan die zweite Möglichkeit verkabelt, und dann war ein neuer Synthie geboren.
Der Verstärker machte von sich aus lustige Geräusche, und vielerlei Quäken war auf eine aufsteigende Sägezahnwellenform "moduliert".
ZACK! Das zweite Mal in die Ecke damit.

Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, dass es daran liegen könnte, dass die Printtrafos zu schwach sein könnten. Ich habe mich dann aber erst vor kurzen dazu aufraffen können, das Problem zu beseitigen, und einen stärkeren Trafo einzubauen.
Die Röhren werden über einen Lastwiderstand und die Delonschaltung mit der nötigen Heizspannung von 21,5V (ja, FU, besorg mal so einen Trafo!) versorgt, ebenso wie der Rest der Schaltung.
Eingebaut habe ich einen Halogenlampentrafo mit 12V á 8A, was mehr als genug ist. Was sehr positiv ist, ist, dass der Trafo so gut wie keine Leerlaufspannungserhöhung hat, und auch ohne Last schon bei fast genau 12V liegt.
Als ich das erste mal mit dem neuen Trafo probegehöhrt habe, war das Ergebnis nicht sonderlich berauschend, was aber an den Lautsprechern lag, die das Ausgangssignal verzerrten. (PC-Speaker nunmal...)
Mit anderen Lautsprechern ist das Ergebnis recht akzeptabel, wenn auch jeder andere Verstärker auf Transistorbasis besser wäre :D
Es geht nunmal nicht nur um das Ergebnis, sondern um den Spaß und den Lernfaktor beim Bauen.

Zur Belohnung für die, die den Artikel komplett gelesen haben, gibts noch Bilder vom Inneren, und von den glühenden Röhren bei Dunkelheit.

Hier ist ein Bild, das man bekommt, wenn man die Frontklappe öffnet:

Das ist ein Bild vom Deckel mit den Sockeln:


Und jetzt noch das Glühen:
Einmal mit Blitz,

und einmal ohne:

 
Zum Schluss gibts noch den Link zu der Seite von B.Kainka mit dem Schaltplan.
http://www.b-kainka.de/bastel88.htm
http://www.b-kainka.de/bastel89.htm

Ich hoffe, euch hat das Lesen so viel Spaß gemacht, wie mir das Schreiben, und ihr baut fleißig Röhrenverstärker!

Schönen Mittwochabend noch,
crasbe

2 Comments

bitman 2011-12-21 22:23 ^ 107

Moderator
Posts: 109
Pages: 99
Registered: 2010-07-09
hey, prima geschrieben smiley
Da bekommt man glatt Lust auch mal was mit Röhren zu machen. Das Röhrenglühen ist faszinierend.
Top!

master32 2011-12-22 12:56 ^ 108

Moderator
Posts: 32
Pages: 36
Registered: 2010-09-04
mein erster versuch hat ähnlich ausgesehen.
zum lernen und verstehen optimal.

falls du aber dann doch mal mit einem Tube amp richtig hören willst
ohne selber zu friemeln schau dir mal den Dynavox VR 70 an
mit ein paar kleinen verbesserungen und den NICHT chinesischen Röhren
katapultierst du ihn in eine relativ hohe Liga.
Und das Thema passende trafos und übertrager und gehäuse hast du auch nicht.

der VR 70 kostet zwischen 300 und 400 Mäusen . Billiger gehts nicht, auch nicht im Selbstbau, bei der Leistung die er abgibt.

Von daher ist der Selbstbau ausser zum lernen und Basteln, sowie wir es alle mal getan haben, leider uninteressant.

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